Ellerndorfer Heide: Pflegemaßnahmen, Vorstandswahlen



Wieviel Wacholder verträgt die Ellerndorfer Wacholderheide, die „mit ihrem ungewöhnlich hohen Wacholderbestand„ zu einem der „99 Lieblingsplätze im Grünen„ für 2015 von und in der Metropolregion Hamburg gekürt wurde? Vor diesem Hintergrund mussten die Mitglieder des Vereins zur Erhaltung der Ellerndorfer Wacholderheide jetzt auf ihrer jährlichen Versammlung darüber beraten, welche Pflegemaßnahmen an der Heidefläche noch in 2015 vorgenommen werden sollen. Eine zuvor durchgeführten Begehung im Gelände hatte gezeigt, dass an einzelnen Stellen die dicht stehenden Wacholder, waldähnlich, zu einem Verdrängen der Heide führen und auch die maschinelle Bodenbearbeitung zum Ersatz überalterter oder abgestorbener Heide, das sog. Schobbern, dadurch stark behindert bis unmöglich wird.

Es wurde daher beschlossen, in insoweit kritischen Bereichen in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde – wie schon früher – die Wacholder auszulichten, um dort die gewünschte parkähnliche Landschaft wieder herzustellen und auch, um die tief beasteten , charakteristischen Hutebuchen im Gelände freizustellen. Für diese Pflegemaßnahme einschließlich des Schobberns in weiteren Teilbereichen stehen im Rahmen der derzeitigen finanziellen Möglichkeiten des nur 82 Mitglieder zählenden Vereins in diesem Jahr 6000 € zur Verfügung.

Als besonders positiv für die Entwicklung der Wacholderheide und Steigerung ihrer Attraktivität wurden auf der Versammlung folgende Aspekte hervorgehoben:
- auf der zum großen Teil hergestellten Erweiterungsfläche von knapp 2 ha wachsen erste junge Heidepflänzchen
- durch eine Landschaftsschutzgebietsverordnung des Landkreises Uelzen wurde das charakteristische Gebiet zu einem geschützten Teil von Natur und Landschaft und als besonderes Erhaltungsgebiet ausgewiesen
- der Baubeginn des Radweges auf dem Abschnitt von der Wacholderheide bis Brockhöfe steht bevor
- an jedem Wochenende im August und September (Fr., Sa., So.) findet das Schauhüten mit einer Heidschnuckenherde statt
- ganz aktuell: es gibt jetzt auch täglich exklusive Führungen durch die Heide (s. Aushang am Schafstall)

Vor der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstandes übernahm es Dirk-Walter Amtsfeld, Bürgermeister von Eimke und selbst zuvor jahrelang Vorsitzender des Vereins, der scheidenden Vorsitzenden, Ilse Holst, für ihr Engagement zum Wohle des Vereins und der Wacholderheide zu danken.

Zum neuen 1.Vorsitzenden wurde Götz Schimmack gewählt, auch Gründungsmitglied des Vereins vor 18 Jahren. Er wurde vom Gemeinderat Suderburg in den Verein entsandt und vertritt dort die Gemeinde, die Mitglied im Verein ist. Seine besondere persönliche Zuneigung zu Ellerndorf und zu der Heide rührt daher, dass er seine Jugendzeit von 1945-1962 in Ellerndorf verbracht hat. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Werner Harneit als 2.Vorsitzender und Ralf Rusko als Kassenführer und Schriftführer in Personalunion einstimmig wiedergewählt.

Die Ellerndorfer Wacholderheide ist eine Landschaft von Seltenheit, besonderer Eigenart und herausragender Schönheit. Um diese einzigartige Landschaft zu erhalten, sind stetige Pflegemaßnahmen notwendig. Vorstand und Verein rufen daher dazu auf, an dem Erhalt, der Pflege und der Förderung dieses Juwels mitzuwirken.

Götz Schimmack

Bildunterschrift: die scheidende Vorsitzende Ilse Holst mit den gewählten Vorstandsmitgliedern von links nach rechts: 2.Vorsitzender Werner Harneit, 1. Vorsitzender Götz Schimmack,
Kassenwart und Schriftführer in Personalunion Ralf Rusko.

Hinterlasse einen Kommentar zum Beitrag

Götz Schimmack


Unabhängig, Mitglied im Gemeinderat Suderburg

Götz Schimmack schreibt regelmäßig Kolumnen für DIE ZEITUNG zum aktuellen politischen Geschehen.

Er wurde 2011 als Einzelbewerber in den Rat der Gemeinde Suderburg gewählt.
In seinem politischen Wirken setzt er sich für Transparenz und Bürgerbeteiligung ein.

Im Berufsleben war er Jurist bei der Bezirksregierung in Lüneburg. Heute ist er Pensionär.
Schimmack ist Jäger und aktiver Wald- und Naturschützer.

Schimmacks Beiträge:

Rats-Termine