Die Anfänge der Anti-Atombewegung



Lesung und Diskussion mit Dieter Meyer und Rebecca Harms in Suderburg

Zu einer Lesung und Diskussionsabend mit dem Suderburger Autor und Atomkraftgegner Dieter Meyer und der grünen Europaabgeordneten Rebecca Harms laden die GRÜNEN Suderburg am Montag, 23. März ab 19 Uhr ins Gasthaus „Pommeriens“ in Suderburg, Bahnhofstraße 79, ein.

Entsorgungspark2Dieter Meyer liest aus seinem Buch „Der Entsorgungspark“ und berichtet über die Gründung der Anti-Atombewegung in Suderburg und Uelzen. Rebecca Harms berichtet über die aktuelle Lage aus europäischer Sicht. Anschließend ist zum Gedankenaustausch und Diskussion geladen.

Im Juli 1975 benannte ein Gutachten drei niedersächsische Standorte für die Planung eines atomaren Entsorgungszentrums mit Endlager. Unterlüß/Lutterloh, Lichtenhorst und Wahn bei Aschendorf Hümling. Gorleben gehörte nicht zur engeren Wahl. An allen drei Standorten entwickelte sich heftiger Widerstand. Das war ein Grund dafür, dass sich der niedersächsische Ministerpräsident Albrecht im Frühjahr 1977 für den neuen Standort Gorleben entschied. Suderburg liegt in Hauptwindrichtung zirka 15 Kilometer von Unterlüß/Lutterloh entfernt und wurde zu einem Zentrum des Widerstandes. Hier entstand die Bürgerinitiative Lebensschutz Uelzen/Bürger gegen Atommüll.

Der seit etwa 40 Jahren andauernde Widerstand in Gorleben ist gut dokumentiert. Leider fehlte bislang eine entsprechende Dokumentation über den früheren Widerstand an den drei ursprünglich benannten Standorten. Einen Teil dieser Lücke füllte nun Dieter Meyer, der in seinem Buch als Zeitzeuge über die kämpferischen Jahre 1976 bis 1978 berichtet. Es sind vor allem persönliche Erinnerungen.

Rebecca Harms. Foto Jüergen Olczyk

Rebecca Harms. Foto Jüergen Olczyk

Dieter Meyer wurde 1933 in Uelzen geboren. 30 Jahre lehrte er an der Fachhochschule Nordostniedersachsen (heute Ostfalia). Seit 1996 ist er im Ruhestand. Als aktiver Zeitzeuge schrieb er 2014 sein Buch „Der Entsorgungspark“.

Rebecca Harms wurde 1956 im Dorf Hambrock bei Uelzen geboren, machte 1974 Abitur und absolvierte in Uelzen eine Ausbildung als Baumschul- und Landschaftsgärtnerin.

1977 war sie Mitbegründerin der Bürgerinitiative gegen das atomare Endlager Gorleben, das in ihrer Nachbarschaft gebaut werden sollte. Sie war Mitbegründerin der Bürgerinitiative und wurde aktiv in der bundesweiten Anti-Atomkraft-Bewegung. Auch heute engagiert sie sich im Europaparlament besonders stark gegen Atomkraft.

Christine Kohnke-Löbert
Kreissprecherin Bündnis 90/Die GRÜNEN

Print Friendly, PDF & Email

Hinterlasse einen Kommentar zum Beitrag