Ellerndorfer Wacholderheide: Herbstprogramm



Eine Buche in der Ellerndorfer Wacholderheide hat ihr buntes Herbstkleid angelegt, schön anzuschauen, aber nur kurz, denn dann hat die Vegetation erst mal Pause.
Zeit für die Freunde der Heide, weitere notwendige Pflegemaßnahmen zum Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft durchzuführen.

Neben dem jährlichen sog. Schobbern, d.i. spezialmaschinelle Bodenbearbeitung zur Verjüngung der Heide, steht in diesem Jahr der in einigen Bereichen überhand nehmende Wacholder im Mittelpunkt der Aktivitäten des Vereins zur Erhaltung der Ellerndorfer Wacholderheide. In enger Abstimmung mit dem Eigentümer, der Firma Rheinmetall, und der Unteren Naturschutzbehörde müssen überalterte, abgestorbene oder zu dicht stehende Wacholder, die die Heide verdrängen, entnommen oder zumindest ausgelichtet werden, insbesondere auch zur Freistellung der markanten Hutebuchen und um auch dort Heide neu zu begründen. Das Foto zeigt eine derart freigestellte Buche mit den beseitigten und den verbleibenden Wacholdern.

Weitere besondere Maßnahmen standen/stehen in diesem Jahr an:
Der hohe und dichte Gehölzriegel zwischen der bisherigen Heidefläche und der nördlich angrenzenden, ca. 2 ha großen und noch kahlen Erweiterungsfläche muss ebenfalls deutlich ausgelichtet werden, um die neu entstehende Heidefläche an die „Altheide“ auch optisch anzuschließen.

An der nördlichen Grenze der Wacholderheide befindet sich ein nahezu geschlossener Altholz – Baumstreifen, mit Kiefern durchsetzt. Diesen wird die Forstverwaltung Rheinmetall ohne Kostenaufwand für den Verein ebenfalls auslichten, um eine Naturverjüngung – möglichst mit Laubholzarten – anzuregen und um auch dort vorhandene Buchen freizustellen.

Die Firma Rheinmetall sieht in ihrer Beteiligung an den Maßnahmen zum Erhalt und zur Pflege der Wacholderheide zugunsten der Besucher auch einen Beitrag, die sonst auf dem Schießplatz gegebene Einschränkung des Gemeingebrauchs (Waldbetretungsrecht) zu kompensieren.
Der Verein dankt Rheinmetall für die engagierte Unterstützung ebenso wie dem Landkreis Uelzen für den diesjährigen Zuschuß in Höhe von 1.500 € zu den Pflegekosten und für den tatkräftigen Einsatz des Pflegetrupps der Unteren Naturschutzbehörde.

Götz Schimmack, Vorsitzender

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