Eine Treppe wie ein Bollwerk…



In Suderburg wurden an der Schule Fakten geschaffen: Der ehemals großzügige Aufgang gleicht nun eher einem „Sperrwerk“

Eine Mauer wurde an der Oberschule in Suderburg natürlich nicht errichtet, aber eine Treppe, die eher einer „Sperranlage“ als einem Empfangsbereich gleicht: Beton, klotzig, abweisend, häßlich…
Niemand wußte davon? Pläne waren nicht bekannt? Die lokale Politik scheinbar nicht eingebunden? „Über Nacht“ war sie dann einfach da – und das Dorf vor vollendete Tatsachen gestellt. Und so ließen die ersten Unmutsäußerungen nicht lange auf sich warten…: Wer hat das zu verantworten?

Zu Waschbeton kann man stehen wie man will: Er ist ziemlich unverwüstlich, manchmal schwer zu pflegen, aber vor allem auch eines: Schwer aus der Mode gekommen.
Sei‘s drum… die Treppe – oder besser: der Aufgang – zur Oberschule (irgendwann in den 50er Jahren gebaut) hat viele Jahre gute Dienste geleistet. Und die Ausführung in Waschbeton gehörte und paßte zum Stil dieser Zeit/Schule.

Generationen von Schülern haben ihre Einschulungs- und Entlassungsfotos auf diesem Aufgang aufnehmen lassen, zum Ende des Unterrichts fand die Masse der nach Hause strömenden Schüler/innen problemlos auf ihm Platz. Auch bei den obligatorischen Feuerübungen ließ er genügend Raum, um das Schulgebäude schnell und problemlos zu leeren…
Das wird jetzt anders!

Und alle, die machmal damit liebäugelten, dass die Uhr auf dem Türmchen vielleicht irgendwann instandgesetzt werden könnte, müssen nun realisieren, dass das mit Sicherheit eine Utopie bleiben wird. Wer ein Gebäude derart lieblos „verschandelt“, wird sich über solche „Uhr-sachen“ ganz gewiss keine Gedanken machen…

Ok… die Herzen hängen nicht am Waschbeton – aber an der Optik des Aufganges. Sie hätte erhalten bleiben müssen und können – auch mit einfachen, anderen, „unextravaganten“ Baumaterialien.
Bleibt zu hoffen, dass es in diesem Fall keine 60 Jahre dauert, bis dieses Bollwerk… ähh… Bauwerk verschwindet.
Die massive Ausführung der Betonelemente läßt allerdings das Schlimmste befürchten…

 

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Andreas Paschko (ap)


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