Bürgerstiftung belohnt Ideen zum Naturschutz mit 6.000 Euro

Erstmals seit ihrem Bestehen lobt die Bürgerstiftung für den Landkreis Uelzen in diesem Jahr einen mit insgesamt 6.000 Euro dotierten Ideenwettbewerb aus. Der Wettstreit richtet sich dabei an alle im Landkreis Uelzen ansässigen Grundschulen. Drei von ihnen haben die Chance auf jeweils 2.000 Euro – vorausgesetzt, die Schule reicht bis zum 15. Juli 2021 formlos ein Konzept oder eine Projektskizze auf dem Gebiet des Natur- und Artenschutzes oder zum Thema Nachhaltigkeit ein, das anschließend als eines von drei Siegerkonzepten auserkoren wird.

Entsprechende Einsendungen sind möglich entweder postalisch an den Landkreis Uelzen, z. Hd. Frau Fabel, Veerßer Straße 53, 29525 Uelzen oder per Mail an die Adresse m.fabel@landkreis-uelzen.de.

Stiftungsvorsitzender Landrat Dr. Heiko Blume freut sich über die Möglichkeit, trotz der anhaltend andauernden Niedrigzinsphase auch in diesem Jahr wieder Stiftungsgelder zur Verfügung stellen zu können. „Mit dem Ideenwettbewerb widmet sich die Bürgerstiftung nicht nur ihrer Satzung entsprechend wieder einem gesellschaftlich relevanten Thema, sondern ermöglicht gleichzeitig auch den Grundschulen die Chance auf eine finanzielle Zuwendung.

Wer die „Bürgerstiftung für den Landkreis Uelzen“ unterstützen möchte oder sich für Hintergründe der Stiftung interessiert, erhält weitere Informationen unter der Rufnummer 0581 82-200 oder unter folgendem Link: http://www.buergerstiftung-uelzen.de.

Landkreis Uelzen

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Der Gemeine Rosenkäfer Cetonia aurata„, der auch zur Familie der Blatthornkäfer gehört und sich hier einige Jahrzehnte rar gemacht hat, steht unter Naturschutz. Neuerdings bekommt man ihn gelegentlich zu Gesicht, beim Umsetzen des Kompostes kann man seine Larven, die Engerlinge, manchmal in großer Zahl finden. Man sollte sie nicht vernichten. Die Tiere schaden kaum, die Käfer sind für kurze Zeit ein wirklicher Schmuck für den Garten. Es lohnt sich daher, Erscheinungsbild und Lebensweise des Gemeinen Rosenkäfers kennenzulernen.

Nicht mit Maikäfer-Engerlingen verwechseln: Im Frühsommer legen die Rosenkäfer-Weibchen die Eier in den Boden ab. Die Larven haben die typische Engerlingsform, sind bauchwärts gekrümmt und werden drei bis vier Zentimeter lang. Im Gegensatz zu Maikäfer-Engerlingen, haben sie nur eine kleine Kopfkapsel, schwach entwickelte Beine und vergleichsweise zierliche Beißwerkzeuge. Sie leben im Boden von verfaulenden Holzresten oder von Holzschäl- und -Sägeabfällen. Daher sind sie auch in Komposten mit Strauch- oder verholzten Staudenresten zu finden. Im Gegensatz zu Maikäferlarven fressen die des Rosenkäfers keine Pflanzenwurzeln. Nach zwei bis vier Jahren verpuppen sich die Engerlinge in einem aus Holzstückchen, Erde und Sand geformten Kokon.

Obwohl er Pflanzenfreunde auch mal ärgern kann, als gefährlichen Schädling kann man den Käfer nicht ansehen. Gezielte Bekämpfungsmaßnahmen sind gegen den nach Natur- und Artenschutzrecht besonders geschützten Rosenkäfer ohnehin verboten. Es kann vorkommen, dass der Rosenkäfer an den Staubgefäßen der Blüten frisst. Das muss toleriert werden, auch wenn einzelne Blüten völlig ausgefressen werden. Beim Umsetzen des Kompostes „ausgesiebte“ Engerlinge setzt man am besten zurück in den frischen oder halbreifen Kompost. Wer die erwachsenen Käfer auf die abgesiebte Erde setzt, erleichtert ihnen das Eingraben zum Überwintern.

Zur Belohnung hat man dann mit etwas Glück „fliegende Edelsteine“ im Garten, die mit tiefem, kräftigen Brummen ihren prunkvollen Auftritt ankündigen.

Das Exemplar auf dem Foto verirrte sich vor einigen Tagen auf meinem Schreibtisch. Die folgende Fotosession duldete er ohne Murren (vielleicht war er eitel…), danach ließ er sich widerstandslos in den Garten tragen, wo er ansatzlos – mit wirklich imposantem Brummen – in den Abendhimmel startete.

Andreas Paschko

(Die Informationen über den Käfer stammen aus https://www.iva.de/)

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