„Wie funktioniert der Datenschutz“ – Termin verschoben



Wie funktioniert der Datenschutz in einer Welt mit BND und NSA

3. Einladung zur öffentlichen Vortragsreihe „Datenschutz vs. Datennutz(ung)!“ an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Campus Suderburg

Waren es in der Vergangenheit überwiegen Datensammler wie Facebook, Google und Co. die im Fokus der Berichterstattung standen und für Ihre Sammelwut gescholten wurden, so sind es aktuell die Aktivitäten der unterschiedlichsten Geheimdienste die dem Thema Datenschutz eine neue Dimension geben.

Beide Gruppierungen verfolgen zwar vordergründig zunächst einmal dieselben Grundziele, nämlich so viel Daten wie möglich von möglichst guter Qualität zu sammeln. Ein wesentlicher Unterschied ist allerdings ganz klar die im Anschluss folgende Nutzung der gesammelten Informationen. So „benötigen“ Unternehmen aller Art für die Umsetzung Ihrer Unternehmensziele Kunden, die Sie versuchen entsprechend der individuellen Ziele mit möglichst attraktiven und passenden Produkten und Dienstleistungen zu versorgen. Dabei sind die durch Facebook, Google und Co. verfügbar gemachten Profile ein gutes Hilfsmittel. Verständlich ist, dass nicht jeder Kunde möchte, dass seine Daten beliebig genutzt werden, jedoch muss man sich im Klaren sein, das dies sich auch mit durchaus guten lokalen Datenschutzgesetzen in einer globalen Welt nicht mehr ohne Weiteres erreichen lässt.

Hier kann nur der Nutzer selber versuchen, durch eine gezielte Vermeidungs- und Datensparsamkeitsstrategie die Verfügbarkeit von personenbezogenen Daten zu minimieren.

Und durch die Wahrnehmung seiner ihm durch den Gesetzgeber eingeräumten Rechte, Kontrollfunktionen wahrzunehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Nutzer entsprechende Kenntnisse hat. Da dies aber für die Masse von Internetnutzern heute leider noch nicht gilt, möchte der Studiengang Angewandte Informatik an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften am Campus Suderburg im Rahmen einer Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Datenschutz vs. Datennutz(ung)!“ den Themenkomplex aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, um Internetnutzern die Möglichkeit zur adäquaten Reaktion zu geben.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe werden daher unterschiedliche Referenten zu Wort kommen die die gesetzlichen Rahmenbedingungen sprich Rechte und Pflichten, Schutz- und Vermeidungsmöglichkeiten, Gründe für die Nutzung von Daten und Perspektiven der Nutzung von personenbezogenen Daten beleuchten und den Zuhörern Rede und Antwort stehen.

Die Vortragsreihe startete am 13.11.2013, um 18:00 Uhr mit dem Vortrag „Innere Sicherheit contra Persönlichkeitsrechte – ein Spannungsfeld?“ und setzte sich inhaltlich mit den Erfordernissen und Grenzen der polizeilichen Datenerhebung und -nutzung auseinander; Referent war Herr Kriminalhauptkommissar Michael Depner von der Polizeidirektion Lüneburg.

Der dritte Vortrag ist verschoben auf den 18.12.2013, 18:00 Uhr!!!

Den Abschluss für das Jahr 2013 bildet dann am 18.12.2013, um 18:00 Uhr Herr Ministerialrat Uwe Robra, der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen, mit dem Titel „Datenschutz als Grundrecht: Auslaufmodell oder ehernes Menschenbild?“ und beleuchtet das Thema Datenschutz aus unterschiedlichsten Perspektiven, um einen möglichst vielfältigen Überblick zu geben. Daher werden unteranderem Aspekte wie:

- Social Media: Nutzwert auch für Polizei/Verwaltung oder organisierter Rechtsverstoß?

- Kann Datenschutz noch wirksam sein in einer mobilen IT-Welt?

- Big Data kommerziell: Mammon mittels Datenwährung

- Public Cloud: Beihilfe zum Datenklau?

- Verfassungsrecht vs. Verfassungswirklichkeit angesprochen.

Für das Jahr 2014 sind weitere Veranstaltungen, auch zu anderen Themenkomplexen mit Informatikbezug, geplant für die wir gerne auch Anregungen aufnehmen.

Veranstalter: Dipl.-Ing. Christian Weber MBA
Verwaltungsprofessur „Administration, Betrieb und Sicherheit

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