Unhaltbarer Zustand



Mit 1.200 Studierenden hat die Anzahl der Studenten an der Ostfalia in Suderburg einen neuen Höchststand erreicht. 293 „Neue“ (davon 50 Fernstudierende) sind zum Beginn des neuen Semesters angetreten und wurden auf einer Begrüßungsfeier von Ostfalia und Gemeinde willkommen geheißen. Zur Begrüßung erhielten sie eine Suderburger Begrüßungstasche mit allerlei Überraschungen des Suderburger Handel und Gewerbes.

Überraschungen git es in Suderburg aber auch noch woanders: So sorgten die angekündigten Studentenzahlen auf dem Wohnungsmarkt kurzfristig für besorgte Gesichter. Woher bloß den Wohnraum nehmen?
Die Sorge erwies sich als unbegründet: bis auf eine Studentin sind alle untergekommen. Und da immer noch Leerstände gemeldet sind, sollte in der Zwischenzeit auch für sie eine Bleibe gefunden worden sein.

Weniger überraschend dürfte Folgendes sein: Hohe Studentenzahlen spiegeln sich auch am Bahnhof wieder. Viele fahren Rad. Sie pendeln zwischen Wohnung und Bahnhof oder fahren für die Wochenendheimfahrt zum Bahnhof. Der Weg zur Uni ist nicht gerade ein Katzensprung und so nutzen auch dabei etliche das Fahrrad. Hinzu kommen Berufspendler und jede Menge Schülerinnen und Schüler, die täglich mit dem Zug nach Uelzen, Bad Bevensen und Lüneburg fahren. Sie alle brauchen einen Platz für‘s Rad zum Abstellen und Anschließen. Den gibt es leider nicht in ausreichender Menge.

Rad2Überspitzt gesagt: das Boot ist voll – und das schon lange. Abstellplätze mit Überdachung sind schon seit jeher Mangelware. Aber auch die notgedrungen zusätzlich genutzten Ausweichmöglichkeiten an Bäumen, Schildern, Zäunen etc. sind permanent besetzt.
Aus Not und Zeitnot werden Räder dann einfach irgendwo zwischengeschoben – Hauptsache angeschlossen. Später müssen (?) sie regelrecht herausgerissen werden, weil sie völlig verkeilt sind. Und dabei geht dann viel kaputt, am eigenen und an fremden Rädern.
Stehen bleiben Rad-Leichen, von ihren Besitzern gefrustet aufgegeben, weil völlig geschrottet, oder achtlos stehengelassen, weil verrostet, runtergekommen und „ist doch egal“…

Hier die Übersicht zu behalten, fällt schwer. Die Gemeinde hat schon mit Punkte-Aktionen und Hinweisen unbenutzte Räder entfernt, das löst aber immer nur kurzfristig des Problems.

Es müssen jetzt vordringlich und schnellstens zusätzliche Abstellplätze geschaffen werden, damit nicht weiterhin täglich Räder zu Bruch gehen und der Bahnhofsvorplatz allmählich zum Alteisensammelplatz verkommt. Jeder Pendler sollte einen Platz für sein Fahrrad haben, an dem er es abstellen, anschließen und bei der Rückkehr unbeschädigt wieder in Gebrauch nehmen kann.

Rad3

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Andreas Paschko (ap)


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