Terror der ganz besonderen Art…



Als „Diskriminierung »unserer« Asylanten„ überschrieb Christoph K. einen Brief an die Redaktion, in dem er schildert, was am vergangenen Sonntag auf dem gegenüberliegenden Grundstück geschah. Er wohnt im Lerchenweg in Suderburg – direkt gegenüber der Wohnung einer fünfköpfigen syrischen Familie:

„Was wir heute am Sonntag, vor etwa einer halben Stunde beobachtet haben, macht uns sprachlos. Die Vermieterin Elke K., die gegenüber von uns eine Wohnung in einem 2-Familien-Haus an anerkannte syrische Flüchtlinge vermietet, geht zunehmend auf die Barrikaden (?).

Die 5-köpfige Familie, die im Erdgeschoss des Hauses eine Wohnung angemietet hat, traf sich in den letzten Tagen meist abends auf der Terrasse, um das noch sehr angenehme Wetter auszunutzen. Keine Exzesse, kein Lärm. Friedlich und ausgelassen klangen die Abende aus. Wir konnten das bestens beobachten, nachdem vor einigen Wochen die Pergola, die bisher alle Blicke auf die Terrasse abschirmte, von der Vermieterin abgenomen worden war.
Heute dann der Vorfall: Die Vermieterin bewerkstelligte, dass zusammen mit drei weiteren Männern und einem Traktor ein altes Spargelhäuschen von ihr auf die Terasse, direkt vor die sich öffnende Glastür, gestellt wurde. Wohl um auf „Nummer sicher„ zu gehen, dass das Häuschen nicht bewegt werden kann, wurden zusätzlich Betonplatten hinein gelegt.

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Unsere Meinung: Unmenschlichkeit. Es soll dem Mieter wohl so schwer wie möglich gemacht werden, damit er sich so unwohl fühlt wie es nur irgend geht. Scheinbar soll die Familie nun den ganzen Tag im Haus bleiben oder nicht mehr auf dem Grundstück der Vermieterin verweilen. Mit all den anderen Kleinigkeiten der letzten Wochen wurde für uns, als Nachbarn, heute das Fass zum Überlaufen gebracht…„

Auch die Helfergruppe in Suderburg hat dieser Vorfall fassungslos gemacht. Denn ist ist nicht das erste „Vorkommnis„ seit Einzug der Familie. Die Vermieterin behandelt die seit drei Monaten dort lebende syrische Frau und ihre vier Kinder nicht nur wie „Leibeigene„, sie tyranisiert sie seit Beginn des Mietverhältnisses regelrecht.
Sie sollen – keinen Besuch empfangen, – nicht laut sprechen, – ihre Wäsche nicht auf dem Wäscheständer im Raum trocknen (bei Sauwetter und ohne einen alternativen Trocknungsraum oder -platz), – nicht rauchen, – die Fahrräder nicht auf dem Vorplatz abstellen, – nicht in der Wohnung spielen, – die Fenster geschlossen halten, – nicht so viel Strom verbrauchen (Licht anschalten) usw. usw….

Zweimal wurde bereits die Polizei eingeschaltet, weil plötzlich sämtliche Fahrräder verschwunden waren: Die Vermieterin hatte sie kurzerhand einkassiert und in einer Garage eingeschlossen. Eine Satelitenschüssel wurde kurzerhand demontiert, das Kabel mitgenommen.

Ursache des jetzigen Vorfalls war wohl tatsächlich, dass die Familie gegen Abend die gemietete Terrasse nutzte…

Mit dem am Sonntag errichteten „Vorbau„ sollte der Zugang endgültig versperrt werden, nachdem eine kurzerhand von außen angeschraubte Jalousie dieses nicht verhindern konnte.

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Nachdem sich die Polizei für diese Angelegenheit nicht zuständig erklärte, wurde die „Hütte„ am Sonntagabend unter dem Beifall der Nachbarn in einer konzertierten Aktion mit Hilfe von Flüchtlingen, Helfern und Nachbarn von der Terrasse getragen und auf den Rasen gestellt.

Aber damit ist die Geschichte noch nicht zuende: Seit drei Tagen versperrt nun ein Stapel Waschbetonplatten den Ausgang. Sie stammen von der Terrasse, in der nun ein, mit einem Fetzen Folie ausgelegten, Loch klafft…

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Die Vermieterin möchte hier, nach eigener Aussage, jetzt einen Teich anlegen…
…und einen Glasvorbau errichten, weil sie selbst in die Wohnung einziehen möchte. (Das kann sie natürlich – wenn sie dann dort wohnt…)

Ach ja… und sie hat einen Tag nach den „Erdarbeiten„ die Polizei gerufen: Jemand wäre widerrechtlich mit einem Traktor auf ihrem Rasen gefahren…

Ist das nun Terror, Boshaftigkeit oder einfach nur krank?

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9 Kommentar


Anna
06/09/16

Ist ja nicht so, dass sie genau das Selbe auch mit ihren vorherigen Mietern gemacht hat…


Der Bär
06/09/16

Würde mich mal interessieren woher der Herr K. seine Informationen hat!!!
Da sind mir zu viele Lügen drin in der Geschichte.
Frau K. wurde von der Mieterin Frau Elvira M. sogar untersagt mit der Familie zu reden. Frau M. hat sich schon vom 1. Tag nicht an Vereinbarungen gehalten und stellt falsche Behauptungen auf.


Vollmer
06/09/16

Es ist kaum zu glauben, was ich da lese…..
Wer bezahlt denn die Miete und welcher Mietvertrag ist grundlegend? Diese Vorkommnisse lassen sich bestimmt nicht damit vereinbaren….Mietminderung, Mieterschutz….???
Ich hoffe sehr, dass sich dort bald etwas ändern wird.
Mit freundlichen Grüßen
Brigitte


Der Bär
06/09/16

Warum werden denn hier die Beiträge gelöscht Herr P.?


Der Bär
06/09/16

Da ist er ja wieder!


Gabi Buhlmann-Eggeling
06/10/16

Es ist furchtbar, was da passiert. Das ganze Gerätsel bringt nichts. Hier wird sich nichts ändern. Der Landkreis wird der Mieter sein. Für diese Familie muß eine andere Wohnung gefunden werden. Das ist so ein unzumutbares Leben.


lotte
06/10/16

Frau Elvira M. ist die Mieterin der Wohnung.
Seit ein paar Monaten wird gar keine Miete bezahlt und die Vermieterin wurde von Anfang an nur belogen und betrogen, beschimpft und hintergangen…einen Bericht dieser Art zu veröffentlichen ohne die genauen Hintergründe zu kennen ist echt der Hammer…mehr lügen druckt selbst die Bildzeitung nicht..


Christoph K
06/10/16

@Der Bär
Woher ich meine Informationen habe? Ich habe es gesehen. Sie sollten beachten, dass ich nicht den ganzen Artikel geschrieben habe, sondern nur die Geschehnisse des vergangenen Sonntages geschildert habe. Zudem habe ich das, was ich nicht gesehen habe, indirekt beschrieben. Jeder sollte sich seine Meinung selbst bilden können, soweit es geht..
Ihr Horizont scheint begrenzt und ihr Standpunkt sehr klar zu sein. Zeigen sie mal Schneid und legen sie sich einen seriöseren Namen zu. Dann kann ich sie hier im Internet auch ernst nehmen


Frau Elvira M.
06/14/16

An Herrn Bär und Frau Lotte
Sie scheinen ja einseitig gut informiert zu sein. Diese Schikane einer Vermieterin ist mit nichts zu rechtfertigen. Es gibt einen gültigen Mietvertrag, auf eine Mindestmietdauer von einem Jahr hat die Vermieterin bestanden. Die Terrasse ist ein Teil des Mietobjektes. Wenn Sie sich trauen und Ihren Namen zu erkennen geben, kann ich Ihnen auch gerne die Kontoauszüge mit den gezahlten Mieten zeigen.
Den Versuch einer Denunzierung durch die Nennung meines Namens kann ich zum Glück ab. Ich werde mich auch nicht an weiteren Diskussionen von falschen Anschuldigungen beteiligen.
Die Vermieterin steht durch einen Anwalt mit mir im Kontakt.
Allen mir wohlgesonnenen wünsche ich einen schönen Sommer.

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