Suderburg vor 50 Jahren




Aus einer Polizeimeldung

In den frühen Morgenstunden legte im Februar 1963 nach durchzechter Nacht ein 22jähriger auf dem Stadenser-Weg, Suderburg―Bundesstraße 4, insgesamt 13 Hindernisse über die Fahrbahn. Er benutzte dazu 30 Leitpfähle und 3 Kilometersteine aus Beton, die er auf einer Strecke von rund 1000 m rechts und links der Straße herausriß und in Abständen quer über die Fahrbahn legte.

In Höhe der Suderburger-Kistenfabrik Büsching, hatte er mit Brettern und Kanthölzern eine regelrechte Panzersperre errichtet. Er räumte alles Holz ab, was er vom Sägegatter der Kistenfabrik und auf dem Holzplatz fand. Am Ortseingang hatte er ein Vorfahrtschild abgebrochen und unter die Napoleonbrücke geworfen. Ein zweites Verkehrsschild schleppte er etwa 30 m von seinem Standort weg.

Ein aus Richtung Uelzen kommender Kraftfahrer fuhr nachts gegen 3:30 Uhr auf das Hindernisse auf, wobei sein Fahrzeug, vor allem die Felgen und Räder beschädigt wurden, und beide Reifen die Luft verloren.

Die von dem Kraftfahrer und einem Treckerfahrer alarmierte Polizei aus Uelzen und Suderburg waren schnell zur Stelle. Mit dem zuständigen Polizeikommissar aus Uelzen räumten beide die Steine und Pfähle zunächst auf den Seitenstreifen damit nicht noch mehr Fahrzeuge zu schaden kommen.

Die Ermittlung des Täters bereitete Polizei Hauptwachmeister Udo Thiessen keine besonderen Schwierigkeiten, der Täter war ein in Suderburg bekannter Raudi. Sein Erinnerungsvermögen war allerdings recht lückenhaft.

Panzersperre

 

 
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