Sommertreffen: Landrat spannt Bogen vom Thema Asyl bis hin zur Infrastruktur



Mehr als 250 Zuhörerinnen und Zuhörer, unter ihnen zahlreiche hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft, haben in diesem Jahr die Ansprache von Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume im Rahmen des traditionellen Sommertreffens des Landkreises verfolgt. Sie alle waren der Einladung von Kreistag und Kreisverwaltung ins Historische Zentrum Odenstadt gefolgt, um sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen und gemeinsam einige vergnügliche Stunden zu verbringen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung dabei durch die Musikschule von Stadt und Landkreis Uelzen.

Neben Vertretern aus Politik und Wirtschaft konnte der Landrat auch viele ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger begrüßen. Darunter auch einige, die sich derzeit in besonderer Weise für Flüchtlinge und Asylbewerber engagieren – ein Thema, das den Landkreis derzeit stark fordert, das aber dennoch bewältigt werden muss, wie Blume gleich zu Beginn seiner Ansprache betonte: „Schreckliche Bilder von Toten, Verletzten und Verzweifelten können uns nicht kalt lassen. Hier ist auch der Landkreis mit den Städten und Gemeinden gefordert zu helfen“, so Blume. In diesem Zusammenhang erinnerte Blume auch an den gesetzlichen Bildungsauftrag der Schulen, wonach diese unter anderem die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage des Christentums, des europäischen Humanismus und der Ideen der liberalen, demokratischen und sozialen Freiheitsbewegungen weiterentwickeln soll. Bildungseinrichtungen müssten nicht nur Wissen vermitteln, sondern nicht zuletzt auch Wertvorstellungen, die den Gedanken der Völkerverständigung und Grundsätze der Gerechtigkeit, der Solidarität und der Toleranz verkörpern.

Anschließend gab Blume stichwortartig einen kurzen Rückblick auf Projekte, die der Landkreis Uelzen seit dem Sommertreffen im vergangenen Jahr umgesetzt beziehungsweise begonnen hat. Dazu zähle, so der Landrat, im Bereich Bildung eine vertraglich vereinbarte Kooperation mit der Ostfalia Hochschule, im Bereich Verkehr die Einrichtung eines Anrufsammeltaxi-Systems, im Bereich Umwelt ein „Integriertes Klimaschutzkonzept“, im Bereich Gesundheitswesen die Planung und Durchführung einer ersten Gesundheitskonferenz im Landkreis Uelzen zu Beginn des nächsten Jahres und schließlich im Bereich Infrastruktur die derzeit laufenden Beratungen zur Y-Trase bzw. zu entsprechenden Alternativen und natürlich auch der Lückenschluss der A39, für den er vehement eintrete, so Blume.

Nicht unerwähnt ließ Uelzens Landrat auch die vorgesehene Errichtung eines kreiseigenen Glasfasernetzes in den mit Breitband unterversorgten Gebieten des Landkreises. „Dieses durch uns bereits weit vorangetriebene Pilotprojekt liegt mir ganz besonders am Herzen, da die Verbesserung der kommunikativen Netze eine ganz wichtige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises und des ländlichen Raumes insgesamt ist“, zeigte sich Blume überzeugt. In diesem Zusammenhang appellierte der Landrat nochmals eindringlich an die Verantwortung von Bund und Land, entsprechende Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. Zugleich betonte er, dass das Netz nur errichtet werden kann, wenn die Menschen mit der Firma „LüneCom“ als Pächterin des Netzes ausreichend Vorverträge abschließen werden.

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