Resolution der BI Suderburgerland

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bürgerinitiative Suderburgerland hat sich wie Ihnen bekannt ist, am 24.10.2014 nach vorangegangenen Informationsveranstaltungen in Hamerstorf und Suderburg/Graulingen gegründet. An mindestens einer dieser Veranstaltungen hat, unter anderem auch der ehemalige Samtgemeindebürgerrneister Herr Friedhelm Schulz als auch verschiedene Ratsmitglieder teilgenommen.

Zweck der Gründung der Bürgerinitiative ist die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen durch Naturschutz und Landschaftspflege sowie durch Umwelt- und Lebensschutz.

Der gewählte Vorstand der Bürgerinitiative Suderburgerland setzt sich aus dem:
1. Vorsitzenden Herrn Michael Gaede-Kelle aus Suderburg
2. Vorsitzenden Herrn Eberhard Lindloff aus Hamerstorf
3. Kassenführerin Frau Doris Kelle aus Suderburg
4. Schriftführer Herrn Eckhard Foth aus Hamerstorf
zusammen.

Die Bürgerinitiative Suderburgerland lehnt die geplanten Neubautrassen Ashausen – Unterlüß als auch die Trasse Ashausen – Suderburg ab. Vor allem lehnt die Bürgerinitiative Suderburgerland den geplanten Bestandsstreckenausbau
der Trasse Hamburg – Hannover entschieden ab.

Die Bestandsstrecke wurde vor mehr als 150 Jahren in Betrieb genommen. Es ist fraglich ob die Bestandstrecke der erheblich mehr aufkommenden Belastung standhalten kann. Eine in dieser Zeit gewachsene Natur mit entsprechend alten Baumbeständen und der hier angesiedelten Tierwelt würde dem Ausbau zum Opfer fallen.

Den Anwohnem der an der Bestandstrecke liegenden Ortschaften Klein Süstedt, Hamerstorf, Suderburg und Räber kann eine entsprechende Mehrbelastung und damit einhergehende Einbuße der Wohn- und Lebensqualität nicht zugemutet werden. Einhergehend damit würde eine erhebliche Wertminderung ihrer Immobilien und Grundstücke eintreten. Zurzeit fahren auf dieser Strecke tagtäglich bis zu 280 Züge. Ungefähr die Hälfte davon besteht aus Güterzügen die überwiegend nachts verkehren. Eine Verdoppelung der Zugfolge bringt eine erhebliche Mehrbelastung durch Lärm aber auch durch Bodenerschütterungen mit sich, die der Gesundheit der Anwohner nicht zuträglich ist. Von den
Belastungen, die durch eine über einen langen Zeitraum anstehenden Bauphase entstehen, ganz abgesehen.

Auch stellt sich die Frage, inwieweit der Güterverkehr von Gefahrstoffen zunimmt und ob hierfür eine ausreichende Gefahrenabwehr durch die zuständigen Gemeinden vorgehalten wird. Diese Mehrkosten schlagen sich dann nämlich nicht auf den Steuerzahler im Allgemeinen nieder, sondern nur auf die Bürger der betroffen Gemeinden die an der Bestandstrecke ansässig sind.
Unsere Forderung an den Samtgemeinderat ist daher die Rücknahme der von ihr gefassten Resolution zum Ausbau der Bestandstrecken, insbesondere der Strecke Hamburg – Hannover.

Die bisherige Resolution bedeutet eine erhebliche Einbuße der Wohn- und Lebensqualität der Suderburger Bürger und der Bürger der genannten Ortschaften.

Ziel der Samtgemeinde und der Bürgerinitiative sollte es sein, im bevorstehenden Dialogverfahren, dass das Einbringen von weiteren Alternativen als den bisher vorgestellten Trassen möglich ist. Auch sollte der Samtgemeindebürgermeister in den zuständigen Gremien darauf hindrängen, dass die Bürgerinitiative als Teilnehmer bei der Auswahl zu diesem Dialogverfahren hinreichend Berücksichtigung findet. Dass dies durchaus sinnvoll ist, zeigt sich seit der Informationsveranstaltung am 25.09.2014 in der Uelzener Stadthalle.

Alternativrouten könnten z. B. für Skandinavische Güter die über die Fehmarn-Belt-Querung zu uns kommen auf den sogenannten Ostkorridor der Bahn geleitet werden. Dieser ist nach öffentlich kundgetaner Expertenmeinung bei weitem nicht ausgelastet.

Auch könnte es eine Lösung sein, das Güteraufkommen aus Bremen und vor allem den in Zukunft an Bedeutung gewinnenden Tiefseewasserhafen Jade-Weser-Port über einen sogenanntenWestkorridor abzuleiten.

Kurz gesagt: Das vorhandenen Schienennetz muss auf den Prüfstand gestellt werden.

Bevor Milliarden Steuergelder in einem Vorhaben verbrannt werden welches und vor dem Hintergrund das die geplante Elbvertiefung für den Hamburger Hafen gerichtlich gekippt wird nicht notwendig erscheint.

Wir bitten Sie, als gewählte Vertreter, Unterstützung von Fachberatern/Experten einzuholen, die unabhängig gegenüber dem Bund und vor allem der DB sind.

Lassen Sie uns miteinander ins Gespräch kommen, damit wir im Dialogverfahren und auch jetzt das Beste für die Bürger der Samtgemeinde Suderburg erreichen können.

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand
Bürgerinitiative Suderburgerland
Michael Gaede-Kelle, Eberhard Lindloff, Doris Kelle, Eckhard Foth

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