Leuchtpfahl – „Brauner Bär“



In der Feldmark zwischen Böddenstedt und Hamerstorf wurde kürzlich ein Kunstpfahl gesetzt, der den Zugangsbereich zur Streuobstwiese prägt. Ähnlich wie ein Leuchtturm, nur mit bunten Farben, leitet der Leuchtpfahl den Weg vom Dorf in das angelegte Biotop.

Braunbaer2Etwas LandArt zwischen den Feldern! Vor einigen Jahren hat Thomas Dorschner damit begonnen, alte ausgediente Weidepfähle zu bemalen, um sie anschließend in Landschaftsteile zu setzen, auf denen sich artenreiche Biotope entwickeln sollen.

„Ein Pfahl für die Natur“, mit dieser Überschrift berichtete eine lokale Zeitung im Jahr 2012 erstmals über das farbige Wahrzeichen in der Schmetterlingswiese Olmsruh. Aus einer Idee, mit Kunst auf schützenswerte Landschaftsteile aufmerksam zu machen, ist ein kleines Projekt entstanden • LEBENSRAUM KULTURLANDSCHAFT • Gleichzeitig sind die farbigen Kunstpfähle eng mit der Aktion „Fledermäuse im Dorf verbunden, so dass aus Spendengeldern einige Fledermausquartiere beschafft werden konnten.

Der Pfahl in der Obstwiese trägt den Titel „Brauner Bär“. Elisabeth Schreiber aus Suderburg hat den Pfahl „für einen guten Platz“ gespendet. Auf farbigem Grund zieren goldene Motive den bearbeiteten Fichtenstamm. Schmetterlinge und Bärenkrallen verweisen aus einen Nachtfalter, der häufig am Nachthimmel fliegt.

Der Braune Bär ist ein kräftiger Nachfalter mit weißbraun gezeichneten Vorderflügeln. Seine Hinterflügel sind leuchtend rot mit schwarz-blau glänzenden Flecken. Der Braune Bär gehört zur Familie der Bärenspinner, eine Falterart, die ihren Namen nach den pelzig behaarten Raupen erhalten hat. Die Obstwiese in Böddenstedt bietet in Zukunft vielen Tag- und Nachtfaltern einen sicheren Lebensraum zwischen intensiv genutzten Feldern.

Weiterentwicklung: Die Errichtung weiterer Themenpfähle für das Projekt UNSER DORF HAT ZUKUNFT könnte dem Vorhaben weiteren Aufwind geben. So ist es gut vorstellbar, weitere farbige Leuchtpfähle in der dorfnahen Landschaft zu errichten. Die Kulturlandschaft im Stahlbachtal würde dadurch ein einzigartiges Gepräge erhalten.

Bernhard Witte

Hinterlasse einen Kommentar zum Beitrag