LBU verlangt ergebnisoffenes Dialogforum und nachhaltige Bahnverkehrslösungen



Mit deutlicher Skepsis hinsichtlich der versprochenen Ergebnisoffenheit aber auch mit der Bereitschaft zur konstruktiven Erarbeitung von nachhaltigen Schienen-Konzepten geht der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) in das vom niedersächsischen Verkehrsministerium veranstaltete „Dialogforum Schiene Nord“.

LBU-Vertreter Eckehard Niemann unterstrich noch einmal die von der großen Mehrheit aller am Forum beteiligten Bürgerinitiativen erhobenen Forderungen: Unabhängige Experten müssten zunächst den wirklichen Verkehrs- und Ausbaubedarf feststellen – deshalb werde abermals dringlich die Vorlage der Nutzen-Kosten-Verhältnisse der Y-Trasse und der Alternativtrassen eingefordert. Zusätzlich zu den von der Deutschen Bahn vorgeschlagenen Bahn-Trassen durch die Heide müssten weitere und vermutlich viel sinnvollere Trassen in die Prüfung aufgenommen werden. Hierbei hätten solche Varianten den Vorzug, bei denen das Prinzip „Ausbau vor Neubau“ gelte und bei denen der Verkehr schon vor dem überlasteten Knotenpunkt Hannover auf den ausbaufähigen ostdeutschen Nord-Süd-Korridor der Bahn gelenkt würde.Die Versprechen, dass die Ergebnisse eines fair verlaufenden Dialogforums von Niedersachsen zum Bundesverkehrsplan anzumelden seien, müssten eingehalten werden. Bei jeder Trasse seien wirksame Verbesserungen beim Lärm- und Immissionsschutz zwingend vorzuschreiben.

Der LBU zeigte sich zuversichtlich, dass parallel zum Dialogforum die Willensbekundungen und der massive Widerstand von Bürgerinnen und Bürgern gegen „Bahntrassenwahn“ weitergehen würden.

Eckehard Niemann

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