KulturenWerkstatt: Weiterer Helferkreis in der Samtgemeinde



Nach vielen Gesprächen fiel kürzlich der Entschluss, neben der kirchlichen „Willkommen“-Gruppe eine unabhängige, offene Gruppe zur Unterstützung der Flüchtlinge in der SAMTGEMEINDE Suderburg zu gründen. Das wurde ja bereits auf der ersten Helfer-Versammlung im Gemeindehaus thematisiert und von einigen gefordert – an diesem Abend jedoch nicht weiterverfolgt.

Diese Gründung erfolgt jetzt nicht aus Unzufriedenheit oder um zu spalten, sondern sie stellt eine zusätzliche Option für die Mitbürger dar, die aus unterschiedlichen Gründen lieber kirchenunabhängig mithelfen wollen. Auf diese Weise möchten wir mehr Menschen für die Unterstützerkreise gewinnen, denn jeder Einzelne wird dringend gebraucht!

Suderburgs Pastor Matthias Dittmar unterstützt diese Idee, denn er hält die Hilfe für eine Gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sieht nicht nur die Kirche in der Pflicht. Beste Vorraussetzungen also für alle, Hand in Hand – und ganz sicher auch übergreifend mit kirchlichen und anderen Gruppen – zusammenzuarbeiten.

Wie das Wort Werkstatt schon sagt: In der Kulturen-Werkstatt soll gearbeitet werden. Aber nicht nur. Die „Werkstatt“ soll ein Angebot an die Flüchtlinge sein, sich in den vielfältigsten Formen zu betätigen oder einzubringen. Das können praktische Dinge sein, z.B. einfache Möbel bauen, auf- oder umzuarbeiten, Vogel- oder Futterhäuser, usw. Das können kreative Dinge sein, z.B. weihnachtlicher Schmuck (Syrer feiern übrigens, genau wie wir, das Weihnachtsfest mit geschmücktem Baum). Also ein gemeinsames Zusammenarbeiten der unterschiedlichen Kulturen und das Einbringen der verschiedensten Ideen die aus der Zusammenarbeit entstehen.
Einfacher gesagt: Alles was gewünscht wird und was ihnen und uns eben so einfällt…
Werkzeug steht in gewissem Umfang zur Verfügung, Fehlendes werden wir beschaffen.

Bei allen Tätigkeiten steht dann erst einmal nicht „das Produzieren“ im Vordergrund. Viel wichtiger ist uns die Suche nach Verbindendem, die gegenseitige Unterstützung, die Erkennung von Fertigkeiten für die Hilfe bei der späteren Suche nach Arbeit, usw. Mit zwanglosen Zusammenkünften, kleinen Feiern in privatem Rahmen, gemeinsamen Kochen und später vielleicht mit öffentlichen Veranstaltungen, wollen wir das auflockern und damit denen eine Möglichkeit bieten neue Wurzeln zu schlagen, die sich entschließen dauerhaft hier zu bleiben.

Eingebunden werden soll nach und nach auch das Gewerbe. Firmen, die Arbeitskräfte suchen, könnten sich auf diese Weise ein Bild von den Persönlichkeiten und ihren Fertigkeiten machen. Gleichzeitig können sie andere mit ihrer fachmännischer Anleitung unterstützen, ihnen z.B. wichtige Handgriffe vermitteln, Anregungen machen, usw…

Benötigt wird dazu ein möglichst zentraler Raum, in dem wir diese Werkstatt einrichten können.

Wer Lust hat sich an dieser Werkstatt der Kulturen zu beteiligen, oder sich anderweitig im Helfer-
kreis einbringen möchte, melde sich bitte bei andreas@paschko.de oder Tel. 05826/9492.

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