Haushaltsantrag zum Bücherbus

Sehr geehrter Herr Schulz,
im Hinblick auf die anstehenden Beratungen über den Haushalt 2019 stelle ich folgende Anträge:

In den Haushalt 2019 werden zur Förderung des BücherBusses 4000 € eingestellt und zu
den diesbezüglichen Beratungen im Ausschuß für Schule, Sport, Jugend und Soziales
werden Vertreter des BücherBusses e.V. zur Erläuterung des Zuschußbedarfes eingeladen.
Auch sollte der Antrag des BücherBusses anders als 2017 allen Ausschussmitgliedern
vorliegen (nachrichtlich: liegt inzwischen vor).

Begründung:
Nach den vor 12 Jahren (Gründung des BücherBus e.V.) verabredeten Anteilen der Samtgemeinden/Gemeinden zwecks Erhaltung des BücherBusses entfiel auf Suderburg
ein Zuschussbetrag i.H. von 4000 € (20 Haltestellen á 200 €). In der Sitzung des Fachausschusses am 16.11.2017, auf der der BücherBus e.V. nicht anwesend war und
daher seinen Finanzbedarf nicht erläutern konnte, wurden nur 2000 € beschlossen,
ebenso vom Samtgemeinderat.

In der Ausschußsitzung wurden Informationsdefizite deutlich und u.a Gesichtspunkte
vorgetragen, zu denen eine Stellungnahme des BücherBusses wünschenswert gewesen
wäre (Anzahl der Haltestellen, Verhalten anderer Gemeinden/Samtgemeinden im Landkreis).
Eine Recherche ergab, bezogen auf den seinerzeit verabredeten Verteilungsschlüssel von
200 €/Haltestelle: Bienenbüttel und das „reiche“ Rosche leisten keinen Zuschuss, Aue und Suderburg nur die Hälfte, Ebstorf /Bevensen voll, die Stadt Uelzen hat ihren Zuschuss sogar
leicht erhöht.

Offensichtlich wird die Bedeutung des BücherBusses in der „Bildungsregion
Landkreis Uelzen“ bisher nicht von allen voll erkannt: auch Bildungsangebote gehören zur
Infrastruktur eines Standortes. Auf dem platten Land wirken sie der Verarmung der Dörfer
entgegen, hochaktuelles Thema (übrigens: Anteil der Kinder an der Leserschaft des BücherBusses liegt über 70 %).

Hut ab vor den Leuten, die den Bücherbus ehrenamtlich am Leben halten.
Nicht nur hier, aber hier in aller Deutlichkeit, zeigt sich, dass es unter den Gemeinden/Samtgemeinden des Landkreises keine Solidarität gibt.

Mit freundlichen Grüßen
Götz Schimmack

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