Großübung auf dem Landtagsplatz in Hösseringen



Am Samstag, den 08.10.2016, führten die Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft NORD des Landkreises Uelzen mit über 100 ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männern, verteilt auf über 25 Feuerwehrfahrzeuge, eine Einsatzübung im Museumsdorf Hösseringen durch. Der auf dem Museumsgelände liegende Brümmerhof bot aufgrund der historisch schützenswerten Gebäude, dem aktiven Museumsbetrieb mit Besuchern und der bedingten Löschwasserversorgung ein ideales Übungsobjekt.

Übungsleiter Axel Kelle wies die Kreisbereitschaftsführer Dietmar Krause und Heinz Sander, die sich zuvor mit Ihren vier Zügen in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Uelzen gesammelt hatten, in die Lage ein. Er berichtete zunächst von einem Ausfall der zentralen Wasserversorgung im Museumsdorf aufgrund eines technischen Defekts bei der Druckerhöhungspumpe. Darüber hinaus gebe es eine unbekannte Anzahl von Besuchern, die sich noch in dem in Vollbrand befindlichen Brümmerhof befänden. Menschenleben waren also in Gefahr; es war besondere Eile geboten.

Der dritte Zug der Kreisbereitschaft wurde direkt am Brandobjekt eingesetzt. Ein 5.000 Liter fassender Pufferspeicher diente als Löschwasserversorgung. Unter Atemschutz wurde die Menschrettung vorgenommen. Die Tanklöschfahrzeuge des ersten Zuges der Kreisbereitschaft versorgten den Pufferspeicher mit dem nötigen Löschwasser im Pendelverkehr. Parallel kümmerte sich der zweite Zug um eine feste Wasserversorgung. Hierzu wurde die naheliegende Hardau angestaut und eine Wasserleitung über eine Strecke von ca. 1.500 Meter zum Brümmerhof verlegt. Das sich mittlerweile fiktiv ausgebreitete Feuer konnte somit erfolgreich bekämpft werden.

Als sich die Lage aufgrund eines in der Nähe fiktiv ausgebrochenen Waldbrandes noch einmal änderte, konnten die Führungskräfte erneut Ihr Können unter Beweis stellen. Kurzerhand erhielten die Tanklöschfahrzeuge neue Einsatzbefehle. Auch dieses Szenario konnte schnell abgearbeitet werden, sodass der Übungsvormittag um kurz vor 12:00 Uhr nach insgesamt fünf Stunden ehrenamtlicher Einsatzbereitschaft beendet werden konnte.

Auch der Versorgungszug der Kreisbereitschaft konnte an diesem Vormittag üben. Die Kreisbereitschaft Nord wurde in der Feuerwehrtechnischen zentrale nach den Vormittagsstrapazen noch bestens mit Currywurst und Kartoffelsalat versorgt. In der anschließenden Übungsbesprechung bedankten sich Kreisbereitschaftsführer Dietmar Krause und der stellvertretende Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Cordes noch einmal ausdrücklich für das Engagement der Ehrenamtlichen und betonten die fachliche Leistungsfähigkeit der einzelnen Ehrenamtlichen.

Weiterführende Information zur Kreisfeuerwehrbereitschaft finden Sie auf der Website des KFV Uelzen e.V.

i.A. Arne Lehmann
(Referat Öffentlichkeitsarbeit)

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