Fataler Spaziergang in freier Natur…



Am vergangenen Wochenende unternahm eine Suderburgerin mit ihrem Hund einen Spaziergang im Bereich des Schießstand Olmseck. Diese Gegend, unmittelbar am Rand von Suderburg, wird gerne und viel von Hundehaltern für ausgiebige Märsche mit ihren Vierbeinern genutzt.

Direkt gegenüber dem Eingang des Schießstandes wälzte sich der angeleinte Hund plötzlich am Wegesrand auf dem Waldboden, nachdem er dort ausgiebig geschnüffelt hatte. Später begann es sich stark zu kratzen und roch außerdem streng „chemisch„. Die Hundehalterin entschloss sich deshalb kurzerhand ihn kräftig abzuduschen. Dabei bekam sie einen Schwall Duschwasser ins Gesicht, als sich das Tier spontan schüttelte.

Verätzung4Nachdem der Hund später Ausfallerscheinung und Schaum vorm Maul bekam, wurde er sofort zu einem Tierarzt gebracht. Bei der Hundehalterin traten in der Folge derart starke Verätzungserscheinungen/Allergische Reaktionen im Gesicht auf, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte.

Das Umweltamt des Landkreises Uelzen wurde informiert und hat die betroffene Stelle und ihre nähere Umgebung umgehend in Augenschein genommen. Anwesend war dabei jeweils ein Mitarbeiter eines Umweltlabors und der Suderburger Verwaltung.

Welche Substanz oder Flüssigkeit an besagter Stelle entsorgt wurde, und wer dafür verantwortlich ist, ist bisher unklar. Eine Vermutung geht in Richtung Sägekettenöl oder ähnliche Stoffe, da in der unmittelbaren Umgebung Holzfällarbeiten durchgeführt wurden. Die Untersuchungen dauern an. Bis zur Klärung und zum Schutz der Allgemeinheit, des Untergrundes und des Grundwassers wurde die Stelle vorübergehend mit einer Folie abgedeckt.

Die Hundehalterin ist weiterhin in ärztlicher Behandlung, der Hund befindet sich in einer Tierklinik. Beiden geht es nicht sehr gut.

Hundehalter, die in der Region um den Schießstand mit ihren Tieren unterwegs sind, sollten diese genau im Auge behalten. Bei einem ähnlichen, verdächtigem „Interesse„ des Tieres an einer Stelle am Boden, sollten sie ein Wälzen unbedingt verhindern und die betroffene Stelle bei der Polizei oder der Verwaltung melden.

Hier die offizielle Stellungnahme des Landkreises Uelzen:

„Mitarbeiter des Umweltamtes waren am 19.03.2014 vor Ort und haben die besagte Stelle mit Folie abgedeckt.
Heute waren im Auftrag des Umweltamtes Mitarbeiter eines Labors vor Ort, um entsprechende Bodenproben zu entnehmen und zu untersuchen.
Untersuchungsergebnisse liegen zurzeit noch nicht vor. Wann dies der Fall sein wird, lässt sich nicht seriös voraussagen.

Die entnommenen Proben sollen zunächst auf Kohlenwasserstoffe hin untersucht werden.

Sollten sich entsprechende Verdachtsmomente (z.B. auf Motorsägenöl) nicht bestätigen, werden die entnommenen Bodenproben weiterhin analysiert.„

 

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