De Börger har de Wahl – har he!



PlattsnackerABNu is se al wedder vörbi. De Wahl in de Kommun.  De Korten sünd nich würkli ni mischt worn. Blots dat de Blauen Parolenbölker doch meist an de acht Perzent kreegen hebbt, dat is nich schöön. Aver nu sünd se mit dree Lüüd ok in de Kriesdag-Bütt un künnt ja wiesen, wat för allerbeste Demokraten se sünd. Liek so is dat mit de „Frieen Wählers„ in dat Gerdauer Rebeet. Een Sitt hebbt se de Sozis wegnohmen un de Mehrheiten blivt liek so as vördem. Aver nu mütt se denn ünnermuern, wat se all so vertellen doot. Ik bün al heel lüschen, wat dor kümmt. De Swatten hebbt ok een poor anner Köpp dorbi, poor Jungbuern hebbt nu de Olen bearvt. Viellicht is  een Ol ja trüchpett in dat tweete Glied wieldat he vun een Wulf, de in Tweekamp mit een Fladdermuus de Dullsüük afkreegen hett, in de Mors beeten worrn is un nu is he total klöterig… Un mit de niege Generation kann een sachs wat berieten… Aftöven. An erste Dag vun  Nevelmaand heet dat „Anpetten!„

För mi ok. Ik heff mi ja ok to Wahl stellt un heff nu de „gröne Sitt„ in de Gerdauer Rat övernohmen (Een Dank dorför, dat in dat swatte Land doch noch een lütte Bült rejelle Lüüd to Wahl gaaht)  Ik war mi dat beluern un bün al beten hibbelig, wat dor woll so loopen deit…

Lett jüm nich argern!

Niels

 

4 Kommentar


Arnold Kröger
09/15/16

Lieber Niels,

Dein Engagement für die Plattdeutsche Sprache in allen Ehren, aber es scheint mir schon ein besonderes Platt zu sein und jedenfalls für mich schwer lesbar.
Es wäre also hilfreich, auch eine hochdeutsche Übersetzung anzubieten, wie schon mal in dem Beitrag vor der Wahl; denn trotz Übersetzungshilfe im Internet kann es manchmal zu Missverständnissen führen. Das wäre schade.

Munter bleiben!

Arnold


Plattsnacker
09/16/16

Welche Übersetzungshilfe bietet denn welche Missverständnisse!? – Vielleicht kann man da ja noch eine schöne Satire draus machen! – Bitte um Aufklärung!
Aber, hier kommt erstmal meine Aufklärung – Licht ins Dunkel der plattdeutschen Wirrnis – eine muntere Übersetzung zu später Stunde!
DER BÜRGER HATTE DIE WAHL – HATTE ER!

Nun ist sie schon wieder gewesen, die Wahl in den Kommunen. Die Karten sind nicht wirklich neu gemischt worden. Es ist nur nicht schön, dass die blauen Parolenbrüller fast acht Prozent erhalten haben. Nun sitzen sie aber mit drei Abgeordneten im Kreistag und können uns beweisen, was sie doch für wunderbare Demokraten sind. Genau so ist es mit den „Freien Wählern“ in der Gemeinde Gerdau. Einen Sitz haben sie der SPD abgerungen, die Mehrheitsverhältnisse bleiben darum so wie vorher. Aber auch sie müssen nun untermauern, was sie alles so behaupten. Ich bin schon gespannt, was da wohl draus werden wird. Die Schwarzen haben auch ein paar neue Köpfe in ihren Reihen. Die Jungbauern haben scheinbar ihre Väter beerbt. Kann vielleicht auch sein, dass einer ins zweite Glied zurückgetreten ist, weil er von einem Wolf, der im Zweikampf von einer Fledermaus die Tollwut bekommen hat, in den Hintern gebissen wurde und nun schwächelt…
Vielleicht kann man mit der neuen Generation auch tatsächlich reden!? – Abwarten! Am ersten November heißt es „Antreten!“

Für mich auch. Ich hatte mich auch aufstellen lassen und habe den Sitz der „Grünen“ übernommen (Ein Dank an dieser Stelle an die wenigen ehrlichen Wähler in diesem schwarzen Land!)
Ich werde mir das ganze Geschehen betrachten und bin schon gespannt, was denn nun in Zukunft passieren wird.

Lasst Euch nicht ärgern!

Niels

P.S….Interpretationen erlaubt, Nachfragen und Beschwerden bitte an mich – aus Hannover kommen dazu jedoch keine Antworten und Stellungnahmen. Außerdem wäre das nicht aufrichtig – plattdeutsch: slurig; in Österreich nennen sie es hinterfotzig…


Werner Bollhorn
09/17/16

Lieber Nils,

es geht mir anscheinend manchmal ähnlich wie Arnold. Gut das Du die Übersetzung nachgeliefert hast. Hatte ich doch glatt den Satz in Klammern nicht als ganz so krass eingeordnet.

Wenn nur die einen ehrlich sind, schließe ich daraus, alle anderen, die große Mehrheit also, sind unehrlich. Eine ganz schön heftige pauschale Einordnung.

Ich für meinen Teil bedanke mich bei den Wählern, die mir ihre Stimme gegeben haben. Meine Überzeugungsarbeit hat für mich nicht für einen Platz im Rat gereicht. Der Wählerwillen in einer freien und demokratischen Wahl hat entschieden. Ich achte die Menschen die zur Wahl gegangen sind.

Auf dem Teppich bleiben

Werner


Niels Tümmler
09/18/16

Wer hinter jeder Laterne und unter jedem Stein eine Verschwörung vermutet, der kann – nein, sein Ego zwingt ihn quasi dazu- der muss das Wort „ehrlich“ natürlich so interpretieren. Ich habe, das muss ich EHRLICH zugeben, nichts anderes erwartet (vielleicht hat MEIN Ego mich auch dazu getrieben, diese Reaktion zu provozieren…). Aber alle weniger verkorksten Bürger, die des (politischen) Denkens mächtig sind, die in der Lage sind Kontexte erfassen zu können, die sehen natürlich darin, dass mit dem „ehrlichen Wähler“ diejenigen gemeint sind, die zu ihren Einstellungen stehen, die nicht Bundes- und Landesangelegenheiten mit der Kommunalpolitik vermengen, die sich nicht von Verschwörungstheoretikern täuschen lassen. Damit ist folglich auch nicht per se gemeint, dass „die große Mehrheit“ unehrlich ist, beileibe nicht. Das wäre ja auch schlimm, denn dann gäbe es nicht nur die „Lügenpresse“, sondern ein ganzes Lügenvolk. Oder sind wir da doch bereits angekommen!? Auf dem Weg dahin mögen wir sein, denn die Parolenbrüller werden immer mehr, die, die sich selbst belügen, weil sie leider nicht bereit sind über ihren Tellerrand zu gucken (weil es einfacher ist, weil sie nicht in der Lage sind Lügen und Täuschungen zu erkennen oder weil sie eben überall Verschwörungen wittern). Und Parolen (im Sinne von Aufhetzen,Aufwiegeln) brüllen bekanntlich nicht nur die Menschen,die allgemein „rechts“ genannt werden…

Auf dem Teppich bleiben…das ist ein schöner Wahlspruch. Sich daran halten, nämlich „bei den Tatsachen bleiben“, da muss sich so manch einer an die eigene Nase fassen…

„Ich habe fertig!“ (Zitat G. Trappatoni)

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Niels Tümmler (NT)

Leeve Lüüd,

ik bün jo ok ünnerwegens, üm de Lüüd mit miene Lesens to ünnerhooln. Hebbt jii Spoß doran und wüllt mi mol "live" bi juu hebben!?

Denn schrivvt mi man an. Een Dag, wo dat passen deit, ward sik finnen.
Stüer een Breef mit juune Anfroog an niels.tuemmler@t-online.de.

Ik mell mi denn Trüch. Kann af und an mol´n beeten duern, avers ik versöök dat jümmer fix to antern! Niels

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