Böddenstedter zogen zur Lichtmess Bilanz

Ausgezeichnet: Friedhelm Schulz, Klaus Burlatis, Günther Dreyer, Walter Schenk, Ottfried Dreyer, Hans-Jürgen Drögemüller.

Aktive Dorfgemeinschaft – früher und heute

Die Grabeinfriedungen auf dem Böddenstedter Friedhof sollen künftig vielfältiger werden. Darauf einigten sich die Böddenstedter Bürger auf der Lichtmess Bürgerversammlung, die kürzlich im Gasthaus „Puck“ stattfand. Bislang dürfen Gräber ausschließlich mit Hecken eingefasst werden, das ist jedoch in den vergangenen Jahren insbesondere wegen der verbreiteten Buchsbaumkrankheit zunehmend schwieriger geworden. Deshalb soll nun die Friedhofssatzung geändert werden, ein Anliegen, dass der Bauausschuss der Samt-Gemeinde zu entscheiden hat. Ratsmitglied Hans-Jürgen Drögemüller, der die Versammlung leitete, warb darüber hinaus wie bereits im vergangenen Jahr darum, ausgediente Grabsteine künftig auf dem Friedhofsgelände aufzubewahren, etwa entlang der Friedhofsmauer. „Die Grabsteine gehören auch zur Geschichte unseres Ortes, deshalb wäre es doch gut, sie aufzubewahren“, so Drögemüller.

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Hans-Jürgen Drögemüller, Hans-Hermann Hoff, Friedhelm Schulz

In seinem Rückblick konnte Hans-Jürgen Drögemüller wieder an viele Aktionen der Dorfgemeinschaft erinnern. Zum Dank für ihr Engagement wurden Ottfried Dreyer, Klaus Burlatis, Günther Dreyer und Walter Schenk, die sich im Rahmen des Arbeitskreises unermüdlich für die Pflege der dörflichen Anlagen eingesetzt hatten, ausgezeichnet. Walter Schenk hat darüber hinaus mit der Auswilderung von Rebhühnern die Ersatzflächen für die Windkraftanlagen aufgewertet. Hans-Jürgen Drögemüller dankte darüber hinaus dem scheidenden Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz für seine langjährige gute Arbeit im Sinne der Region. „Einer allerdings fehlt hier in der Riege der Ausgezeichneten. Hans-Jürgen, du bist die Seele von Böddenstedt, ohne dich würde vieles nicht laufen“, fügte Ratsfrau Christine Kohnke-Löbert den ehrenden Worten Drögemüllers ein Lob für den Versammlungsleiter selbst hinzu.

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Eine historische Aufnahme der Böddenstedter Mühle, noch mit dem großen Schornstein.

Neben den Rechenschaftsberichten aus Rat und Verwaltung, die von Bürgermeister Hans-Hermann Hoff und Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz gehalten wurden, stand in diesem Jahr als besonderer Höhepunkt ein Vortrag von Dr. Horst Löbert über die Geschichte der Böddenstedter Mühle auf dem Programm. Diese wurde über acht Generationen von der Familie Kröger ausgebaut und betrieben. Bereits vor 300 Jahren hatte man für den Mühlenbetrieb den Stahlbach verlegt.

Mit interessanten Informationen über Böddenstedt in Zeiten der Pest und die ländliche Berufsschule, die nach nur vier Jahren Betrieb mit der Gründung der Wiesenbauschule in Suderburg geschlossen wurde, rundete Hans-Jürgen Drögemüller den geschichtlichen Exkurs ab.

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Voller Saal bei „Pucks“

Hans-Jürgen Drögemüller

 

 

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