Biker Union e.V. gewinnt den Ideenwettbewerb „Sicher auf Landstraßen“



Das BU-Projekt „Bitumenrallye“ wird vom Bundesverkehrsministerium als vorbildlich ausgezeichnet

DSCN5568 neu(BU/rhf) Im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ hatte das Bundesverkehrsministerium zusammen mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat im Oktober letzten Jahres den Ideenwettbewerb „Sicher auf Landstraßen“ ausgeschrieben. Gesucht wurden Projekte mit Beispielcharakter und Vorbildfunktion, die deutsche Landstraßen sicherer machen. Am 30. Januar 2013 wurde in Berlin im Rahmen einer kleinen Feierstunde die Preise an die drei Gewinnerteams übergeben.

Aus der Hand des parlamentarischen Staatssekretärs im Ministerium, Dr. Andreas Scheuer, erhielten die Vertreter der Biker Union e.V. (BU) nicht nur eine Urkunde für den ersten Platz im Wettbewerb, sondern auch einen Scheck über € 5.000,-, den der Automobil-Club Verkehr gestiftet hatte. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Bitumenrallye“ der BU, das seit 2004 mit großem Erfolg läuft.

„Wir waren überrascht und haben uns sehr gefreut, daß wir bei der starken Konkurrenz den ersten Platz erreicht haben“, sagte Rolf „Hilton“ Frieling, Vorsitzender der BU, im Anschluß an die Preisverleihung. „Mit dem Preis werden nicht nur das Konzept der Bitumenrallyes und die Verantwortlichen, die das Projekt vorantreiben, ausgezeichnet. Geehrt werden vor allem die Hunderte von Aktiven der BU, die in ganz Deutschland Bitumenrallyes durchgeführt und damit die Straßen für motorisierte Zweiradfahrer sicherer gemacht haben.“

„Das Konzept unserer Bitumenrallyes ist eigentlich ganz simpel“, erläutert Michael „Hoecker“ Musche, zuständig für das Thema Straßeninfrastruktur innerhalb der BU. „Viele der ca. 60 Stammtische der Biker Union, die über die gesamte Bundesrepublik verstreut zu finden sind, machen gemeinsame Motorradausfahrten. Bei einer Bitumenrallye unternimmt eine kleine Gruppe eine Suchfahrt durch ihre unmittelbare Umgebung und erfaßt auf den Meldebögen des Instituts für Zweiradsicherheit Straßenschäden, Rollsplitt, Fahrbahnverschmutzungen sowie unsachgemäße Straßenreparaturen mit Bitumen, die bei Nässe und im Sommer für Einspurfahrzeuge zur Todesfalle werden können. Aber auch ungünstig angebrachte Verkehrsschilder, scharfkantige Leitplankenpfosten und Hindernisse am Straßenrand, die bei einem Sturz zu schweren Verletzungen bis hin zum Tod führen können, werden dokumentiert. Ergänzt um ein paar aussagekräftige Fotos und ein Anschreiben mit der Bitte um einen Gesprächstermin, werden die Ergebnisse an die zuständigen Behörden übermittelt.“

 

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