Bienenseuche „Amerikanische Faulbrut“ im Landkreis Uelzen



Neben den Landkreisen Harburg und Rothenburg (Wümme) ist erneut auch im Landkreis Uelzen die Bienenseuche „Amerikanische Faulbrut“ ausgebrochen. Dies hat das Bieneninstitut in Celle jetzt dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises bestätigt.

Amtlich festgestellt wurde die anzeigepflichtige „Amerikanische Faulbrut“ in einem Suderburger Bienenhaltungsbetrieb. Als Schutzzone wurde daraufhin bereits ein rechtlich vorgeschriebener Sperrbezirk um den betroffenen Betrieb herum eingerichtet und am gestrigen Tage durch eine Allgemeinverfügung öffentlich bekannt gemacht. „Wir haben alle zu ergreifenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche eingeleitet“, so Amtstierärztin Dr. Sandra Schürmann. Ehrenamtlich unterstützt werde das Veterinäramt dabei durch den Kreisimkerverein, dem sie für diesen Einsatz ausdrücklicher danke, so Schürmann weiter.

Ursache für die Erkrankung, die ausschließlich die Bienenbrut befällt, ist das sporenbildende Bakterium „Paenibacillus larvae“. Erwachsene Bienen erkranken nicht, sind allerdings an der Sporenverbreitung und damit der Verschleppung der Bienenseuche beteiligt.

Das Veterinäramt bittet alle Bürgerinnen und Bürger, leere Honiggläser vor der Entsorgung auszuspülen. Bienen greifen gerne auf alternative Futterquellen zurück, die unter anderem auch aus sporenbelasteten Honigresten bestehen können.

Für Menschen, ob Imker oder Honigkonsument, besteht keinerlei Gefährdung. Der Konsum des Honigs ist bedenkenlos möglich. Davon unberührt gilt die Grundregel, Säuglingen keinen Honig zu geben. Auf andere Tiere ist die Bienenkrankheit ebenfalls nicht übertragbar.

Titelfoto (Google: © Bienen-Markus/Archiv):  Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine äußerst ansteckende, bakterielle Infektion der Bienenbrut, die zu ihrem Absterben führt. Mit einem Streichholz lässt sich bei Auftreten der Faulbrut eine fadenziehende braune Masse aus befallenen Zellen ziehen.

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