Besenderte Wölfe bleiben offenbar in ihrem Territorium



Das Umweltministerium hat am Donnerstag darüber informiert, dass die beiden Wölfe des Munsteraner Rudels, die vor einiger Zeit mit Sendern versehen wurden, bislang keine Auffälligkeiten in Ihrem Bewegungsmuster zeigen. Die besenderten Wölfe halten sich vor allem auf dem Truppenübungsplatz Munster auf. Nur vereinzelt und für kurze Zeiträume sind die Tiere außerhalb des Truppenübungsplatz aktiv. „Die Besenderung der Wölfe ist eine wichtige Maßnahme, um das Rudel besser überwachen zu können“, sagte Umweltstaats­sekretärin Almut Kottwitz. „Durch die Auswertung der Daten hoffen wir, auch Ursachen für das wenig scheue Verhalten zu finden. Jetzt wissen wir, wo sich die Tiere aufhalten und hätten somit auch eine Grundlage, um – wenn nötig – Vergrämungsmaßnahmen durchzuführen.“

Zum Hintergrund: Das Wolfsrudel in Munster ist in den vergangenen Monaten durch häufigere Nahkontakte zu Menschen aufgefallen. Das Umweltministerium hat daher gemeinsam mit der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) die Überwachung intensiviert und durch das Institut Lupus zwei Tiere des Rudels mit Sendern ausstatten lassen. Diese liefern zum Verhalten der Tiere wichtige Daten, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), des Umweltministeriums, der LJN und dem Institut für Wolfsmonitoring und – forschung in Deutschland Lupus dokumentiert und ausgewertet werden. Die ausgewerteten Daten werden zeitverzögert und ohne genaue Ortungshinweise an die Öffentlichkeit gegeben, um einem so genannten „Wolfstourismus“ vorzubeugen.

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