Aus dem Bürgermeisteramt 01/13

Im Januar 2013 hat natürlich die Landtagswahl das politische Leben bestimmt. Die Kommunalpolitik war zwar nicht unmittelbar von der Wahl betroffen, aber der Ausgang der Wahl wird Auswirkungen auf die Landkreise und Kommunen haben, so z.B. in der Bildungspolitik (Kindertagesstätten, Schule, Hochschule) und die der Agrar-, Energie- oder der Finanzpolitik. Die kommenden Wochen und Monate werden hier Klarheit bringen.

An dieser Stelle eine Dankeschön an die vielen WahlhelferInnen in den Wahllokalen. Auffallend ist die stark schwankende Wahlbeteiligung in unseren Ortteilen. Je kleiner die Einwohnerzahl, desto höher die Wahlbeteiligung. Während in Suderburg nur ca. 55 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben, waren es beispielsweise in Bahnsen 76 Prozent. Auf der Homepage des Landkreises gibt es übrigens eine gutgemachte Darstellung aller Wahlergebnisse (www.uelzen.de). Von meiner Seite einen Glückwunsch an die gewählten Landtagsabgeordneten Jörg Hilmer (CDU) und Heiner Scholing (GRÜNE). Mögen sie unsere Interessen in Hannover tatkräftig vertreten.

Für die Bürgermeister, den Samtgemeindebürgermeister und die Ratsmitglieder haben die sechs Bürgerversammlungen (traditionell auch Bauernrechnungen genannt) die Samstage voll belegt. Nach den ausführlichen Jahresrückblicken der Dorfsprecher und der Bürgermeister konnten die anwesenden EinwohnerInnen Fragen stellen und Anregungen zu geben. Hier ging es vor allem um Belange des unmittebaren Ortslebens. Beispiele: Standorte von Altglascontainern, Pflege von Grünanlagen, Verkehrsregelungen oder Straßenschäden. Die letzteren betreffend: Natürlich ist der Unmut von AnwohnerInnen zu verstehen, wenn auf mehreren Bürgerversammlungen hintereinander beispielsweise Gehwegschäden angesprochen werden, die noch nicht ausgebessert werden konnten. Hier zeigt sich die begrenzte Kapazität des Bauhofes. Eine unbefriedigende Lösung, die nur durch eine personelle Aufstockung des Bauhofes oder durch Fremdvergabe zu lösen ist. Beides kostet Steuergelder. Darüber müssen die Gremien beraten.

Einige unserer Ortsteile führen abends nach der Bürgerversammlung noch eine Abendveranstaltung durch. Dieses Jahr waren gleich mehrere Gäste in Bahnsen: Bürgermeister, Samtgemeindebürgermeister und Pastor, jeweils von den Ehefrauen gegleitet. In Suderburg ist diese Tradition ja mangeln Masse leider eingeschlafen.

Der Januar brachte auch eine negative Nachricht: Die 40-jährige Patenschaft der Gemeinde mit der Ausbildungskompanie des 7. ABC-Abwehrbataillons ist nun Geschichte. Die Kompanie wurde, bedingt durch die Einstellung der Wehrpflicht, schlicht aufgelöst. Auf dem Neujahresempfang des Bataillons Anfang Januar in Höxter haben Helmut Bausch, Klaus Oberin und ich mit dem Bataillonskommandeur (offizielle Ansprechpartner aus der Kompanie gab es schon gar nicht mehr) noch eine offizielle Abschiedszeremonie vereinbart. Ort und Ablauf müssen jetzt noch vereinbart werden.

Eine Nachfolgepatenschaft ist nicht in Sicht. Ich glaube auch, durch die veränderte Struktur der Bundeswehr kann man diese Tradition als erfüllt betrachten.

Aber es gibt ja noch eine lebendige Patenschaft in unserer Gemeinde. Die Verbundenheit der Hösseringer mit der Aufklärungslehrkompanie 90 in Munster. Dafür sorgen schon Manfred Techmann seine Truppe. Die Veranstaltungen in Hösseringen und Munster sind jedenfalls immer interessant und abwechselungsreich.

Kulturell konnte das Jahr für die Gemeinde Suderburg nicht besser beginnen: Das Abschlusskonzert des großen Chorprojektes der Kirchenchöre aus Suderburg, Suhlendorf und Dannenberg am 6.1. in der Remigius-Kirche war ein großartiger Auftakt. Eine Dankeschön an Jan Kukureit und die Chormitglieder für dieses Konzert. Auf meiner Facebookseite habe ich ein kleines Handy-Video eingestellt.

Zurück zur Alltagspoltitik: Auf die Ratsmitglieder warten nur schwierige Haushaltsberatungen.

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