Aus dem Bürgermeisteramt 11/2015



Keine neuen Schienenstränge in Suderburg! So lautet das Ergebnis des “Dialogforums Schiene-Nord”. Weder soll die Neubaustrecke Asshausen-Suderburg gebaut werden noch ist ein drittes Gleis zwischen Uelzen und Celle geplant. Vorausgesetzt, der Bundestag stimmt dem Ergebnis des Dialogforums zu. Eine kleines Schmunzeln kann ich mir ja nicht verkneifen. Was wurde die Form des Dialogforums anfangs regelrecht verteufelt. Inzwischen hat es sich zu einem vorbildlichen, sicher noch verbesserungswürdigen Modell zur Bürgerbeiligung gemausert.

Am diesjährigen Volkstrauertag habe ich an den Gedenkfeiern in Räber und Hösseringen teilgenommen. Aufgrund strömenden Regens musste ich meine Ansprache erstmals in der Sankt Remigius Kirche halten. Ich habe mich thematisch der Flüchtlingssituation gewidmet. “Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage”, heißt es im Totengedenken. Und zu den Opfern zähle ich auch die Menschen, die es unter dem Einsatz ihres Lebens aus Syrien und dem Sudan bis nach Suderburg geschafft haben. Suderburger Vereine und Verbände (Feuerwehr, SoVD, Kyffhäuser) und der Posaunenchor Eimke haben die Feier mit gestaltet. Schade nur, dass bei einem Großteil unserer Bevölkerung dieser Tag an Bedeutung verloren hat. Dabei müsste das Gegenteil eintreten!
Um im Kirchengebäude zu bleiben: Schülerinnen und Schüler der Hardautalschule haben einen beeindruckenden Gottesdienst zum Buß- und Bettag gestaltet, musikalisch unterstützt von einigen ihrer Lehrerinnen und Lehrer. Eine schöne Schulaktion.

Frische Luft gab es im Oktober für den Bürgermeister reichlich. Bei niedrigen Temperaturen durfte ich einige Hundert TeilnehmerInnen des Herbstlanglaufs begrüßen.

Die Mitgliederwanderung des Tourismusvereins Suderburger Land führte uns zur Klintmühle. Hier wird reichlich sauberer Mühlenstrom erzeugt: Neben einer riesigen Solaranlage speist die Turbine, angetrieben vom Häsebach, zwischen 10 und 20.000 Kilowattstunden Strom im Jahr in das Netz ein. Nach der feuchtkalten-wegematschigen Wanderung schmeckte Kaffee und Kuchen im Gasthaus Wellmann doppelt so gut.

Bedrückender war dagegen der öffentliche (!) Veranstaltungsnachmittag “Spurenstoffe in Wasserkreislauf” mit ausgewiesenen Fachingenieuren in der Ostfalia. Mit den Mikrostoffen aus der Landwirtschaft (Pestizide, darunter Glyphosat), der Industrie und den Haushalten (z.B. Problemstoff Diclofenac, der in Kläranlagen nicht abbaubar ist oder im Waschbecken entsorgte Arzneimittel), die sich im Grundwasser anreichern und die Trinkwasserwerke vor große Probleme stellen, kommt noch eine Lawine auf uns zu. Umso unverständlicher ist deshalb, dass schon kleinsten Gesetzesänderungen zum Schutze des Oberflächenwassers Proteststürme von Berufs- und Lobbyverbänden entgegenwehen. Hier heißt es, politisch weiter aktiv zu bleiben und optimistisch in die Zukunft blicken.

In diesem Sinne wünsche ich allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde besinnliche Adventstage. Auf den Weihnachtsfeiern, den öffentlichen Anzünden von Adventskalender in den Ortsteilen und natürlich auf unserem Weihnachtsmarkt werde ich sicherlich viele von Ihnen sehen.

Ihr Bürgermeister Hans-Hermann Hoff
Kontakt: Tel. 05826 8946, Mail: hoff.suderburg@t-online.de, facebook.com/buergermeister.hoff

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Hans-Hermann Hoff

Bürgermeister der Gemeinde Suderburg
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Hans-Hermann Hoff veröffentlich in der ZEITUNG und an dieser Stelle einmal monatlich seine Kolumne "Aus dem Bürgermeisteramt".
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Er ist seit 1986 ununterbrochen in Suderburg für die GRÜNEN im Gemeinde- und Samtgemeinderat politisch aktiv. Zusätzlich vertrat er die Bürger der Samtgemeinde 16 Jahre im Kreistag.
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Ende 2011 wurde er mit den Stimmen der politischen "Gegner" von einer Mehrheit zum Bürgermeister gewählt.
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Im Berufsleben ist er als Studiendirektor und Abteilungsleiter an der Berufsbildenden Schule I in Uelzen unterwegs.
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Kontakt: Tel. 05826 8946, hoff.suderburg@t-online.de oder facebook.com/buergermeister.hoff

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